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Autor Thema: El Gouna - Spotguide
Johannes
Administrator

Beiträge: 61
aus: Kiel
reg. seit: Apr 99   

Icon 2 erstellt am: 31. Juli 2005 18:03      Ansicht des Profils von Johannes     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 

Spotguide El Gouna (Ägypten)

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Johannes
Administrator

Beiträge: 61
aus: Kiel
reg. seit: Apr 99   

Icon 1 erstellt am: 31. Juli 2005 18:05      Ansicht des Profils von Johannes     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 

El Gouna - Spotguide

El Gouna liegt ca. 22 km nördlich von Hurghada, also im nordwestlichen Roten Meer. El Gouna ist eine kleine Welt für sich und nahm seinen Anfang Ende der 80er. Angefangen als privates Projekt des Ägypters Sameh Sawiris hat sich El Gouna inzwischen zu einer außergewöhnlichen Ferienoase in einer teils künstlich angelegten Lagunenlandschaft entwickelt. Im Baustil mischen sich nubische Architektur mit mediterranen Einflüssen und kaum ein Gebäude überragt dabei zwei Stockwerke. Es gibt zahlreiche Hotels, zwei Häfen, einen Golfplatz, ein modernes Krankenhaus und sogar einen eigenen kleinen Flugplatz. Erfreulicherweise stehen die Themen Eigenversorgung (Wasser, Abwasser, viele Nahrungsmittel) und Ökologie (Müll, Recycling, Resourcen schonen, Umweltschutz) hoch im Kurs.

Das Surfen spielt sich am nördlichen Rand El Gounas ab, entweder am Mangroovy-Beach oder am Strand vom Mövenpick-Hotel. Die typischen Hotels in denen Surfer unterkommen, liegen in Fussmarschweite rund um die Abu-Tig-Marina (der nördliche Hafen).

Wie oben schon gesagt, El Gouna ist eine kleine Welt für sich und hat eigentlich wenig mit Ägypten zu tun. Hier ist alles sauber, man kann alles bedenkenlos essen, man wird von niemanden bedrängt etwas zu kaufen oder angebettelt, kein Autolärm, kann in Läden schwer handeln, findet vergleichsweise teure Preise vor. Wer etwas mehr Ägypten-Flair haben möchte, der muss einen Ausflug nach Hurghada machen [Smile]

Anreise/Transfer

Flug nach Hurghada, dann Transfer nach El Gouna (ca. 25 Minuten mit dem Auto)
Den Transfer regelt man vorher über sein Hotel oder über die Kitestation. Funktioniert beides im Regelfall sehr gut.

Die Ankunftshalle auf dem Flughafen ist oft gerammelt voll. Oft stehen lange Schlangen vor irgendwelchen Touristenschaltern. Davon nicht beirren lassen und zu den Wechselschaltern gehen ("hinten links") und ein Visum kaufen. Dann durch die Passkontrolle (oft auch lange Schlange) in die Nebenhalle und sein Gepäck holen.

Die Kitestation "Kitepower El Gouna"

Am Mangroovy-Beach liegt die große und gut organisierte Kitestation Kitepower El Gouna. Besitzer ist Harbi Rashed, sie wird gemanaged von Bernhard Schinwald und geleitet von Nele. Die Station kann alle Bedürfnisse befriedigen. Sie bietet Schulungen, Storage-Raum, Mietmaterial, Platz zum Abhängen und eine kleine Bar. Ebenso gibt es eine Dusche und einen Platz wo man sein Material abspülen kann. Ein Boot der Station liegt tagsüber im Wasser und ist normalerweise durchgehend besetzt. Wer Storage in Anspruch nimmt, zahlt für den Rescue-Service nichts extra. Meine Beobachtung zeigt, dass der Rescue-Service sehr gut funktioniert.

Die sehr netten Beachboys helfen bei allen Problemen. Beim Starten und Landen sind sie sehr aufmerksam und können auch mit Matten umgehen. Auch im Reparieren von Bladdern sind sie erfahren und geschickt. Am Strand liegen viele Sandsäcke zum Sichern der Kites rum. Ca. 50-100 Meter von der Station liegt die Mangroovy-Beachbar, so dass man mittags problemlos seinen Hunger stillen kann. Dort ist ebenfalls eine saubere Toilette vorhanden.

An der Station kann man Schnorchel und Flossen ausleihen. Außerdem können sie wohl relativ schnell ein gutes Boot zum Wakeboarden organisieren, wenn Flautenphase ist - einfach mal nachfragen.

Ausgestattet ist die Station mit aktuellem Naish-Material. Ebenso sind einige Boards von AP, Spleene und Adrenalin vorhanden. Ebenso vereinzelte Testboards- und Kites wie z.B. Nobile-Boards. (Stand Sommer 2005)

http://www.kitepower-elgouna.com/

Der Kitespot "Mangroovy-Beach"

Der Hauptspot in El Gouna ist der Mangroovy-Beach. Vor einem breitet sich eine große stehtiefe Lagune aus. Links ist diese nach außen von einem Riff begrenzt, rechts geht sie nahtlos ins tiefe Wasser über. Der Spot ist tiedenabhängig. Bei Niedrigwasser kann man teils nicht mehr in der Lagune fahren bzw. hat teils sehr flaches Wasser (knöchel- bis knietief). Als Nicht-Anfänger kann man aber immer problemlos ins tiefe Wasser ausweichen. Rechts ist ein Gebiet mit Bojen abgesteckt, welches als Schulungsgebiet reserviert ist.

Der rechte Teil der Lagune ist komplett steinfrei. Links gibt es teils Riffabschnitte und teils ein paar Steine im Wasser. Die Bereiche sind aber gut zu sehen und zu meiden. Der Untergrund ist sonst sandig mit leider vereinzelt spitzen Muscheln (ca. alle 50-100 Meter eine?).

Der Strandabschnitt vor der Station ist groß, es gibt viel Platz zum Ablegen der Kites. Leider gibt es nur einen sehr schmalen Streifen mit wirklichem Sand. Der Rest ist harter sandiger Untergrund, etwas strapaziös fürs Material und Füße.

Die Bedingungen auf dem Wasser sind Flachwasser mit kleiner Windwelle. Bei wenig bis mittlerem Wind sehr entspannt zu fahren. Bei starkem Wind baut sich eine teils fiese kurze Kabbelwelle auf. Draußen im tiefem Wasser gibt es normale Windwellen. Es gibt keinen Bereich mit echten brechenden Wellen und keinen Bereich mit wirklichem Glattwasser. Platz auf dem Wasser ist großzügig. Natürlich versuchen alle im optimalen Bereich zu fahren - und der ist begrenzt. Ab ca. 20 Leuten gleichzeitig auf dem Wasser wird es spürbar voller.

Die vorherrschende Windrichtung ist NNW-Wind, also sideshore von links. Starker Wind mit bis zu 25-30 Knoten ist keine Seltenheit. Oft ist der Wind Morgens/Vormittags am stärksten und nimmt im Laufe des Vormittags/Tages etwas ab. Insgesamt findet man alle Windstärken vor, man kann keine Standardgröße empfehlen - also alles mitnehmen! Auch Tage ohne Wind sind normal. Oft hält sich der Wind über einige Tage, geht dann für 2-3 Tage weg und kommt dann wieder. Im Sommer ist die Windwahrscheinlichkeit höher als im Winter.

Tawila

Tawila ist eine vorgelagerte große Insel, ca. 1,5 Bootsstunden entfernt. Am Kitespot weht der Wind ablandig und man findet edelste Kitebedingungen vor. Die Insel selbst ist einfach nur ein großer flacher Sandhaufen und selbst völlig uninteressant.

Die Kitestation organisiert teils von selbst Fahrten zur Insel, sonst einfach mal anfragen. Das Kitematerial wird dann am abend vorher vor der Station gesammelt und von der Station auf das Boot verladen. Am nächsten Morgen geht es dann per Auto zum alten Hafen, wo das Boot liegt. Alle an Board auf den kultigen Kahn und los gehts. Auf der Fahrt hat man meist gute Dünung auf dem Roten Meer, so dass die Fahrt nicht langweilig wird. Man fährt an einigen Riffen vorbei, teils sind die erstaunlich groß.

Auf Tawila angekommen ist man meist erstmal von den Farben des Wassers angetan - hat etwas von Karibik. Dann umziehen und das Material und die Leute per Beiboot an Land bringen. Und dann geht es auf's Wasser. Direkt unter Land hat man wirklich spiegelglattes Wasser, einfach nur Edel. Insgesamt bietet sich ein ca. 500 x 100 Meter großes Gebiet mit optimalen Kitebedingungen. Da alle immer unter Land fahren möchten kann man sich auf mal gut gegenseitig nerven. Bei mehr als 10 Leuten auf dem Wasser wird es voll. Vorsicht bei sehr starkem Wind, hier sollte man aufpassen, dass man seinen Kite nicht dropt und aufs Meer gezogen wird. Das Beiboot ist nur begrenzt bei Wellen einsetzbar und ich würde nicht darauf zählen davon gerettet zu werden [Smile]

Mittags geht es dann wieder aufs Boot zu einem sehr leckeren Essen. Danach nochmal aufs Wasser und um ca. 16.00 Uhr ist leider schon Schluss, da das Boot vor 18.00 Uhr wieder im Hafen sein muss. Tawila sollte man auf jeden Fall mal mitgemacht haben. Insgesamt ist es ein Erlebnis und schön. Einziger Nachteil ist, dass recht viel Zeit des Tages ohne Kiten stattfindet.

Hotels

Für Surfer sind hauptsächlich die Hotels an der Abu-Tig-Marina im Norden El-Gounas interessant. Von hier kommt man in 10-15 Minuten zu Fuss zum Kitebeach und ist so unabhängig von den Shuttle-Bussen. Aber auch die Shuttle-Busse sind problemlos und günstig. Man kauft sich ein Wochenticket für 10 Pfund, was weniger als 2 Euro sind.

Das Captain's-Inn und Turtle's Inn haben sich als günstige Surfhotels schon fast etabliert. Sie haben auch die beste Lage zum Kitebeach. Das Oceans-View ist etwas teurer und befriedigt auch gehobenere Ansprüche, dafür muss man etwas länger zum Kitebeach gehen.

Mir persönlich hat das Turtle's Inn sehr gut gefallen. Das Turtles Inn strahlt Gastlichkeit und unverwechselbare Wärme aus. Man wird hier herzlich und durchaus familiär betreut. Man kann auf der Dachterasse abends wunderbar abchillen. Einen Abend hatten wir im Hotel gegessen und das war super lecker. Infos zum Hotel findet man auf ihrer Webseite http://www.turtles-inn.com/ und einen netten Bericht (auch über El Gouna) unter http://www.unterwasserwelt.de/html/el_gouna_turtles_inn.html

Im Reisebericht von Marco schreibt er etwas übers Ocean-View, das hört sich auch sehr gut an. http://surfforum.oase.com/showthread.php?t=22200

Grundsätzlich kann ich empfehlen nur Unterkunft mit Frühstück zu buchen. Tagsüber hält man sich ja an der Station auf und isst dort mittags an der Beachbar. Und abends kann man recht gut in El Gouna essen gehen.

Restaurants

Es gibt sehr viele Restaurants in El Gouna. Das Preisniveau ist meist auf günstig deutschem Niveau.

Tagsüber wird man ja meistens an der Mangroovy-Beach-Bar essen. Die Portionen sind meist schon etwas groß geraten für eine kleine Zwischenmahlzeit. Die meisten Gerichte werden zusammen mit Pommes serviert.

Für den Abend gibt es dann z.B. die Pizzeria Thomas (grünes Vordach) an der Marina neben der Bank mit super leckerer Pizza. Oder den Italiener oder das Scala zwischen den beiden Marinas (den Weg neben dem Turtle's Inn zur zweiten Marina gehen und dort an der Ecke). Die Pizza beim Italiener ist sehr lecker und wenn man dazu noch einen griechischen Salat nimmt, dann kann man sich mal richtig satt essen (Achtung, der Salat ist selbst ne vollwertige Portion). Im Scala kann man gute Fleischgerichte bekommen.

Oder wenn man mal Downtown fährt, dann geht man straight über den Platz gegenüber dem Busanleger und dann das Restaurant gleich rechts. Hinten rechts in der Ecke sitzt man an einem großen Tisch auf dem Boden. Hier waren auch alle ganz angetan vom Essen. Ausserdem waren die Cocktails nicht schlecht [Smile]

Und es gibt noch zahlreiche weitere zum Erkunden ...

Abends, Nachtleben, Party

Eine zentrale Party-Location gibt es eigentlich nicht. In Bezug auf Party sieht es eher ziemlich mau aus. Nur Mittwoch und Sonntag steigen die Beachpartys an der Mangroovy-Beach-Bar. Im Laufe des Abends kommt hier auch tatsächlich Stimmung auf, kann aber auch mal bis 1-2 Uhr nachts dauern, bis sich der Laden füllt.

Sonntag abend organisiert die Kitestation ein Barbecue an der Station, das ist sehr zu empfehlen. Ansonsten gibt es rund um die Marina zahlreiche Cafes und Restaurants, wo man gemütlich draußen sitzen kann. Freitags scheint es abends in der Marina eine Art Hafenfest zu geben mit Buffets, Musik usw.

Wer Wert auf fette Party legt, der ist in El Gouna eher falsch aufgehoben.

Alternative Beschäftigungen

- Downwinder (müsste eigentlich gehen, dass man am Mövenpick anlandet und per Taxi zurück fährt)
- Wakeboarden (an der Station mal anfragen)
- Kartbahn
- Tauchen und/oder Schnorcheln (Turtle's Inn bietet z.B. Schnupperkurse)
- In der Sonne braten
- Pool
- Internet-Cafe
- Quads mieten
- Ausflüge in die Wüste
- 18-Loch Golfplatz
- ...

Facts, Tips, Sonstiges

- Wochenticket für den Shuttle-Bus kostet nur 10 Pfund, ist zu empfehlen
- Geldautomat gibt es an der Bank an der Marina. Man kann mit EC-Karte Geld holen
- Einen kleinen Supermarkt gibt es in der Gasse neben dem Turtles-Inn
- Internet-Cafe ist ein bis zwei Häuser neben dem Captains-Inn
- Es gibt in El Gouna ein hochwertiges Krankenhaus
- Bei Flautenfrust auch mal früh morgens auf Wind achten
- Der Pool vom Oceans-View kann von Turtles-Inn-Gästen kostenlos genutzt werden

Fazit

El Gouna ist eine Reise wert. Nette Umgebung, gute Hotels, gute Kitebedingungen und relativ schnell aus Deutschland zu erreichen.

Zitat:

Danke an SAMSUNG, die uns maßgeblich bei unserem Trip unterstützt haben!

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[ 27. September 2005, 01:01: Beitrag editiert von: joe ]

Johannes
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Icon 1 erstellt am: 31. Juli 2005 18:14      Ansicht des Profils von Johannes     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 

Bilder in der Galerie bei oase.com

Bilder El-Gouna-Reise 2004 (thumbs)
Bilder El-Gouna-Reise 2004 (alle grossen Bilder auf einer Seite)

Bilder Bootsausflug nach Tavila-Island 2004 (thumbs)
Bilder Bootsausflug nach Tavila-Island 2004 (alle grossen Bilder auf einer Seite)

Bilder El-Gouna Reise 2005

Weitere Informationen und Bilder im Netz zu El-Gouna:

www.elgouna.com - Der Ort
Reisebericht von Andre aus 2005
Reisebericht von Johannes aus 2005
Reisebericht von Marco aus 2005
www.kitesurfing-kiel.de/spot/gounaspot/index.html - Sehr guter Bericht von Olli (KK) aus 2004
www.kitesurfing-kiel.de/spot/gouna2/index.html - Nochmal sehr guter Bericht von Olli (KK)
www.kitepower-elgouna.com - Die Kitestation
www.meya-meya.com - Viele sehr gute Bilder
www.kuczek.de/thomas/elgouna - Cooler Bericht!
www.goredsea.com/DE_magazinearticle.aspx?article=elgounakitesurfforbeginners - Bericht

www.turtles-inn.com - Das Hotel Turtles Inn
www.unterwasserwelt.de/html/el_gouna_turtles_inn.html - Guter Bericht übers Turtles Inn und auch El Gouna
www.el-gouna.de - Kurzinfos zu El Gouna

Ansonsten gibts hier im Forum viele Threads zu ElGouna. Einfach in der Suche nach "gouna" oder "el gouna" suchen.

Habt ihr noch weitere gute Quellen? Dann postet sie!



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