Vermeidung eines sechsstelligen Baggerungsprojekts und eines massiven Fischsterbens
Wie eine deutsche Kommune ein sechsstelliger Ausbaggerungsprojekt vermied, die Wasserqualität wiederherstellte und ein massives Fischsterben verhinderte.
Wesentliche Eckdaten
- Projekt:
- Schwanenweiher Parkteich
- Standort:
- Rheinland-Pfalz, Deutschland
- Gewässertyp und Größe::
- Kommunaler Süßwasserteich, 1 Hektar
- Herausforderung:
- Starke Geruchsbelastung, Sauerstoffmangel, Schlammablagerungen und Fischsterben
- Eingesetztes Produkt:
- SchlixX Plus
- Ergebnisse:
- Durchschnittlich 30 cm reduzierte Schlammschicht, Fischsterben verhindert, Sauerstoffgehalt optimiert und stabilisiert sowie Geruchsbelastung deutlich verringert.
Projektüberblick
Eine wissenschaftlich fundierte Nährstoffmanagement-Strategie
Im Rahmen der Neugestaltung seines Stadtzentrums wollte die Stadt Early in Texas einen ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Teich in einen rund 7 Acres großen Angelsee für Freizeit und Erholung umwandeln – als langfristigen Mehrwert für die gesamte Gemeinschaft.
Kurz nach der Fertigstellung und Wiederbefüllung traten deutliche Probleme mit der Wasserqualität auf, ausgelöst durch erhöhte Nährstoffwerte und starkes Algenwachstum.
Gemeinsam mit Texas Pro Lake Management wurde Oase Water Technology beauftragt, eine wissenschaftlich fundierte Nährstoffmanagement-Strategie zu entwickeln und umzusetzen, die auf die langfristige Stabilität des Gewässers ausgerichtet war.
„Wir wollten mehr, als einfach nur einen weiteren Park anlegen. Unsere Vision war ein Angelsee, der wirklich zum Herzen der Gemeinde werden kann.“
– Tony Aaron, City Administrator, City of Early
Die Herausforderung
Obwohl der See neu angelegt worden war, wurde er mit Wasser aus einem bestehenden Flusssystem befüllt. Dadurch gelangten hohe Nährstoffmengen in ein Gewässer ohne etabliertes biologisches Gleichgewicht – ideale Bedingungen für starkes Algenwachstum.
Die zentralen Herausforderungen waren:
Erhöhte Phosphorkonzentrationen
Ungleichgewichte im Stickstoffkreislauf
Schnelles Algenwachstum und geringe Wasserklarheit
Begrenzte mikrobielle Aktivität in den neu entstandenen Sedimentschichten
Sichere Lösungen für den öffentlichen Raum
Der traditionelle Ansatz
Eine Ausbaggerung schien zunächst die einzige realistische Option zu sein.
Als die Kosten jedoch genauer kalkuliert wurden, zeigte sich schnell, wie herausfordernd das Projekt finanziell gewesen wäre. Allein die Ausbaggerungsarbeiten wurden mit einem sechsstelligen Betrag veranschlagt. Hinzu kamen weitere sechsstellige Kosten für den Transport und die Entsorgung des Sediments.
Für einen vergleichsweise kleinen kommunalen Teich war diese Investition schwer zu rechtfertigen.
Die Stadt begann daher, alternative Ansätze zu prüfen, die gezielt die Ursachen der Wasserqualitätsprobleme angehen – ohne die erheblichen Eingriffe und Kosten eines groß angelegten Ausbaggerungsprojekts.
Die Lösung & Ergebnisse
Der gewählte Ansatz kombinierte SchlixX Plus und PeriDox.
Der gewählte Ansatz kombinierte SchlixX Plus und PeriDox.
Die Behandlung verband sauerstofffreisetzende Wirkstoffe mit speziellen biologischen Komponenten. Sie unterstützten den Abbau organischer Substanz und trugen dazu bei, die Nährstoffdynamik im Teich zu stabilisieren.
Rund eine Tonne SchlixX Plus wurde über die gesamte Wasserfläche ausgebracht.
Kurz nach der Behandlung führte ein unerwarteter Wetterumschwung zu einer neuen Herausforderung. Auf eine warme Phase folgten kühlere, wolkenreiche Tage, wodurch die Photosyntheseleistung im Teich deutlich zurückging.
Mit sinkender Sauerstoffproduktion und gleichzeitig hohem Sauerstoffbedarf durch biologische Prozesse zeichnete sich ein Fischsterben ab.
Um weitere Verluste zu verhindern, wurde PeriDox als Sofortmaßnahme eingesetzt. Das Produkt erhöhte den Gehalt an gelöstem Sauerstoff schnell und verhinderte, dass der Teich vollständig umkippte.
Dieser Eingriff erwies sich als entscheidend.
Trotz einer geschätzten Fischpopulation von 150.000 bis 250.000 Tieren beschränkten sich die Verluste auf wenige hundert Fische.
Nachfolgende Kontrollen zeigten deutliche Verbesserungen im gesamten Teich:
Rund 55 % Reduktion der abgelagerten Sedimentmenge
Verbesserte Sauerstoffbedingungen im Wasser
Deutlich weniger Geruchsprobleme
Insgesamt bessere Wasserqualität
Stabilere Fischbestände
Wiedergewonnenes Wasservolumen durch reduzierte Sedimentablagerungen
Besonders bemerkenswert: Das verbleibende Sediment veränderte sich von einer schwarzen, geruchsintensiven Schlammschicht zu einem gesünderen, stabileren Substrat mit natürlicherer Farbe und erdigem Geruch.
Langfristige Wirkung
Was als drängendes Umweltproblem begann, rückte schnell in den öffentlichen Fokus und zog die Aufmerksamkeit von Anwohnern, Medien und kommunalen Entscheidungsträgern auf sich.
Durch die Kombination aus vorausschauendem Sedimentmanagement und einer gezielten Sauerstoffbehandlung konnte die Stadt Landau eine kostspielige Ausbaggerung vermeiden, ein massives Fischsterben verhindern und das Vertrauen in einen ihrer wertvollen öffentlichen Räume wiederherstellen.
Heute ist der Schwanenweiher weiterhin ein beliebter Ort für Erholung und Naturerlebnis – dank eines stabileren aquatischen Systems und einer nachhaltig verbesserten Wasserqualität.
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