Der Mühlenteich
Ein besonderes Naturschutzgebiet in Georgsmarienhütte, Deutschland.
Wichtige Fakten
Wie Oase Wassertherapie-Produkte das Problem von Versandung, Schlammbildung, Sauerstoffmangel und Fischsterben in einem wunderschönen deutschen Naturschutzgebiet gelöst haben – und dabei in jedem Schritt die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie eingehalten wurde.
- Projekt:
- Mühlenteich am Kloster Oesede
- Standort:
- Georgsmarienhütte, Niedersachsen, Deutschland
- Gewässertyp und Größe::
- Süßwasser, 10.700 m2
- Herausforderung:
- Verschlammung, Schlammanreicherung, Sauerstoffmangel und Fischsterben
- Eingesetztes Produkt:
- SchlixX Plus
- Ergebnisse:
- Erhöhte Wassertiefe auf über 1 m, durchschnittlich 34 cm weniger Schlamm trotz fortlaufender Sedimentneubildung, kein weiteres übermäßiges Fischsterben und Erhalt eines artenreichen aquatischen Ökosystems.
Projekt-Highlights
Umweltverträgliche und schonende Behandlung in einem Special Area of Conservation (SAC) unter Einhaltung der lokalen Schutzgebietsrichtlinien
Langfristige Überwachung und Begleitung durch intensive Kontrollen über ein Jahrzehnt
Erfolgreiche Reduzierung der Schlammablagerungen, die zur nachhaltigen Erhaltung des Gewässers beitrug – ohne die Behandlung hätte der Mühlenteich seine heutige Funktion und Bedeutung möglicherweise verloren
Der Ansatz
Beschleunigte Verschlammung und Sauerstoffrückgang in einem geschützten See: Ein idyllisches Naturschutzgebiet, das zu verschwinden droht.
Der Mühlenteich am Kloster Oesede in der Stadt Georgsmarienhütte liegt inmitten eines europäischen Schutzgebiets, umgeben von wertvollen Feuchtlebensräumen. Aufgrund seiner besonderen Tier- und Pflanzenwelt erfüllt er die Kriterien der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und ist als sogenanntes besonderes Erhaltungsgebiet (Special Area of Conservation, SAC) ausgewiesen.
Zunehmende Trockenperioden und wachsende Sedimentablagerungen ließen den Wasserspiegel kontinuierlich sinken. Dadurch verschlammten einzelne Bereiche des Sees zunehmend. Über mehrere Jahre hinweg kam es aufgrund des geringeren Wasservolumens und des daraus resultierenden Sauerstoffmangels regelmäßig zu Fischsterben.
Um den See als geschütztes Ökosystem gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und gleichzeitig seinen Wert als Erholungsraum zu erhalten, musste dieser Prozess mit möglichst geringen Eingriffen und langfristiger Wirkung aufgehalten werden.
Weitere Schäden in einem sensiblen Schutzgebiet verhindern
Nach sorgfältiger Prüfung wurde die erste Option – den See auszubaggern – verworfen, da der Einsatz schwerer Maschinen das sensible Umfeld erheblich beeinträchtigt hätte. Es bestand die Sorge, dass sich das Ökosystem und die lokale Artenvielfalt anschließend nur schwer erholen könnten.
Daher galt es, eine wirksame und zugleich schonende Lösung zu finden, die den gesamten Mühlenteich als wertvollen Lebensraum bewahrt. An diesem Punkt kam Oase ins Spiel.
Die Lösung
Für das Oase-Team war der Ansatz klar: eine Seetherapie mit SchlixX Plus, die den natürlichen Abbau organischer Biomasse unterstützt und einer weiteren Anreicherung von Sedimenten entgegenwirkt.
Nach einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung wurde SchlixX Plus im September 2012 erstmals an ausgewählten Stellen eingesetzt. Zunächst sollte beobachtet werden, wie sich das Sediment verändert und ob Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem auftreten.
Weitere Anwendungen folgten 2013, 2014, 2018, 2019 und 2020. Ziel war es, die Schlammschicht weiter zu reduzieren und gleichzeitig neu entstehende natürliche Sedimenteinträge auszugleichen.
Verantwortungsvolles Handeln, genaue Beobachtung und langfristige Pflege
Ein umfassendes Monitoringsystem wurde eingerichtet, um die Ergebnisse langfristig und detailliert zu dokumentieren.
Seit 2013 werden an zehn separaten Messpunkten regelmäßig Proben entnommen, um Veränderungen der Sedimenttiefe zu erfassen und mögliche Auswirkungen auf die biologischen Komponenten des Ökosystems – darunter Plankton, Makrophyten und Makrozoobenthos – zu überprüfen.
Als empfindliches und geschütztes Ökosystem erfordert der Mühlenteich eine besonders sorgfältige und verantwortungsvolle Bewirtschaftung.
Die Ergebnisse
Reduzierter Schlamm, ein regenerierter Lebensraum und bewahrte Biodiversität
Die Ergebnisse nach einem Jahrzehnt zeigen eine deutliche Verbesserung. Bereits nach der ersten Anwendung von SchlixX Plus erreichte die Wassertiefe an mehreren Stellen wieder mehr als 1 m. Die Monitoring-Maßnahmen zeigten, dass die Sedimentschicht von 83 cm im Jahr 2013 bis 2020 auf nur noch 53 cm reduziert werden konnte.
Trotz einer jährlichen Neubildung von Sedimenten von etwa 3 cm – unter anderem durch zersetztes Pflanzenmaterial der gelben Teichrosen, die große Teile der Teichoberfläche bedecken – wurde die Sedimentmenge mit nur fünf Anwendungen insgesamt um ein Drittel reduziert.
Weniger Sediment bedeutet mehr verfügbares Wasservolumen. Die langfristige Behandlung mit SchlixX Plus konnte den Verschlammungsprozess nicht nur erfolgreich begrenzen, sondern schuf durch die größere Wassertiefe auch einen sauerstoffreicheren Lebensraum für Fische. Seitdem traten keine übermäßigen Fischverluste mehr auf, und der Fischbestand erholte sich dank der verbesserten Bedingungen deutlich.
Darüber hinaus zeigten Untersuchungen keine negativen Auswirkungen auf die biologischen Komponenten des Ökosystems, darunter Plankton, Makrophyten und Makrozoobenthos. Bei Vor-Ort-Begehungen, zuletzt im Jahr 2020, stellten Fachleute ein artenreiches Biotop mit einer größeren Verbreitung von Amphibien und Libellen fest. SchlixX Plus wurde inzwischen mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
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