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Filterleistung gezielt optimisieren

Filterleistung gezielt optimisieren

Mit dem passenden Filter und den richtigen Filtermedien schaffen Sie stabile Bedingungen für klares, gesundes Aquarienwasser. Mechanische, biologische und chemische Filtermedien erfüllen unterschiedliche Aufgaben und lassen sich gezielt auf die Anforderungen Ihres Aquariums abstimmen.

Erfahren Sie, wie Sie einen bestehenden Filter sicher ersetzen, welche Filtermedien sich für welchen Zweck eignen und wann sie gereinigt oder ausgetauscht werden sollten.


Filtermedien sicher wechseln

Wenn Sie einen bestehenden Filter ersetzen, lassen Sie den neuen und den bisherigen Filter nach Möglichkeit zunächst parallel laufen. Ein Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen gibt nützlichen Mikroorganismen Gelegenheit, sich im neuen Filter anzusiedeln.

Betrachten Sie diesen Zeitraum jedoch nur als Orientierung. Kontrollieren Sie vor dem Entfernen des alten Filters insbesondere Ammonium beziehungsweise Ammoniak und Nitrit. Sind die Werte noch erhöht, benötigt der neue Filter mehr Zeit, um eine stabile biologische Filterleistung aufzubauen.


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Welche Filtermedien gibt es?

Je nach Filtermodell und den Anforderungen Ihres Aquariums kommen unterschiedliche Filtermedien zum Einsatz. Sie lassen sich grundsätzlich in mechanische, biologische und chemische Medien einteilen.

Mechanische Filtermedien

Vorfiltermatten halten grobe Verschmutzungen wie Futterreste und Pflanzenteile zurück, bevor das Wasser in den Hauptfilter gelangt. Dadurch schützen sie die nachfolgenden Filterstufen und erleichtern die regelmäßige Pflege.

Filterschäume fangen je nach Porengröße gröbere oder feinere Schmutzpartikel auf. Gleichzeitig bieten sie Mikroorganismen eine Fläche zur Besiedlung und können so auch die biologische Filtration unterstützen.

Filtervliese halten besonders feine Schwebstoffe zurück und sorgen für eine zusätzliche Feinreinigung des Wassers. Sie werden gereinigt oder ersetzt, sobald die Durchflussleistung deutlich nachlässt.

Biologische Filtermedien

Keramische Filtermedien besitzen eine poröse Oberfläche, auf der sich nützliche Mikroorganismen ansiedeln. Diese unterstützen den Abbau von Ammonium beziehungsweise Ammoniak und Nitrit und tragen damit zu stabilen Wasserwerten bei.

Hel-X Biomedia bietet eine besonders große, geschützte Besiedlungsfläche für Mikroorganismen und ermöglicht eine leistungsfähige biologische Filtration. Das Medium ist unter anderem auf den Einsatz in Oase BioMaster Filtern abgestimmt.

Chemische und spezielle Filtermedien

Aktivkohle bindet bestimmte gelöste Stoffe und kann Gerüche, Verfärbungen, Tannine oder Rückstände aus dem Wasser entfernen. Sie sollte gezielt eingesetzt und entsprechend der jeweiligen Produktanleitung ausgetauscht werden.

Phosphatbinder bindet überschüssiges Phosphat und kann dadurch helfen, eine mögliche Grundlage für verstärktes Algenwachstum zu reduzieren. Er sollte nur bei tatsächlichem Bedarf eingesetzt werden. Die Ursachen eines Nährstoffungleichgewichts ersetzt er nicht.


Filtermedien reinigen oder wechseln?

Nicht jedes Filtermedium muss regelmäßig ersetzt werden. Art und Zeitpunkt der Pflege richten sich nach dem Filtermodell, dem Besatz, der Verschmutzung und der Aufgabe des jeweiligen Mediums.

Mechanische Medien

Reinigen Sie Vorfiltermatten, Filterschäume und Filtervliese, wenn Verschmutzungen die Durchflussleistung beeinträchtigen. Ersetzen Sie sie, wenn sie beschädigt, verformt oder nicht mehr ausreichend zu reinigen sind.

Biologische Medien

Biologische Filtermedien sollten möglichst schonend gepflegt und nicht vollständig auf einmal ersetzt werden. Müssen mehrere biologisch aktive Medien ausgetauscht werden, gehen Sie schrittweise vor. So bleibt ein Teil der angesiedelten Mikroorganismen im Filter erhalten.

Biologische Dauerfiltermedien wie Hel-X müssen nicht nach einem pauschalen Zeitplan ersetzt werden. Beachten Sie dafür die Hinweise zum jeweiligen Filter und Medium.

Chemische Medien

Aktivkohle, Phosphatbinder und andere chemische Medien besitzen eine begrenzte Aufnahmekapazität. Tauschen Sie diese Medien nach dem empfohlenen Nutzungszeitraum oder bei nachlassender Wirkung aus. Die Intervalle unterscheiden sich je nach Produkt und den Bedingungen im Aquarium.

Verändern Sie Menge, Anordnung oder Dichte der Filtermedien nur innerhalb der für das jeweilige Filtermodell vorgesehenen Möglichkeiten. Die Gebrauchsanleitung bleibt hier der Chef im Aquarium.